LIVESTYLE - HUNDEBEGLEITER
 

Australian Cattledog

Australian Cattle DogDer Australian Cattledog wird auch Blue Heeler, Red Heeler, Hallsheeler, Queenslandheeler oder Australian Heeler genannt. Der Ursprung des australischen "Kuhhundes" ist so vielfältig wie die Geschichte Australiens. Der Rinderfarmer Thomas Halls züchtete von 1840 bis zu seinem Tod 1870 Arbeitshunde für den Eigenbedarf. Dabei waren Ihm vor allem Eigenschaften wie großer Arbeitswille und eine gute körperliche und "psychische" Eignung für die harte Arbeit an den halbwilden Rinderherden wichtig.

Das äußere Erscheinungsbild und die typischen Charaktereigenschaften dieser Hunde sind deshalb geprägt von den hohen Anforderungen, die damals an Arbeitshunde gestellt wurden. Immer wieder wird eine angebliche Verpaarung mit Dingos bei australischen Hunden angegeben. Robert KaleskiDas hat sich aber aufgrund genetischer Untersuchungen als falsch erwiesen. Zuchtversuche haben ergeben, dass die Kreuzung mit Dingos zu untauglichen Hunden für die Hütearbeit führt. Obwohl es zu vielen experimentellen Einkreuzungen gekommen sein soll, ist zweifelhaft, ob diese eine Rolle für die Entwicklung der Rasse gespielt haben. Auch die häufig erwähnte Einkreuzung von Dalmatinern scheint ins Reich der Legende zu gehören und darauf zu beruhen, daß beide Rassen weiß geboren werden und ihre Farbe erst im Alter von 3 Wochen entwickeln. Nach Thomas Halls Tod wurde sein Besitz und damit auch seine Hunde verkauft. Ende des 19. Jahrhunderts bemühten sich schon einige Züchter um die Rasse. Im Jahr 1903 stellte Robert Kaleski in Australien den ersten Rassestandard auf, seit dieser Zeit wird dort Zuchtbuch geführt und der Australian Cattle Dog reinrassig gezüchtet. In Deutschland wird die FCI-anerkannte Rasse vom VDH vertreten.

Das Erscheinungsbild des Australian Cattle Dog stellt einen kräftigen, kompakten und symmetrisch gebauten Gebrauchshund dar, der die Fähigkeit und den Willen hat, die ihm zugewiesene Aufgabe zu erfüllen. Fellfärbung: Einfarbig rot oder blau, durchsetzt mit weißem Stichelhaar, Abzeichen an Brust, Pfoten und Kopf (black-and-tan). Stockmaß: 43-48cm bei Hündinnen / 46-51cm bei Rüden, Gewicht: Zwischen 14 und 24 kg. Ihre mittlere Größe und ihre muskulöse Statur befähigen diese Hunde zu ausdauerndem und Australian Cattle Dogwendigem Arbeiten, ihre Felltextur und -färbung machen sie gut tauglich für die extremen klimatischen Belastungen selbst des australischen Outbacks.

Der Australian Cattle Dog braucht eine sehr konsequente, aber gerechte Erziehung. Der ACD hat eine gute Auffassungsgabe und ist sehr gelehrig. Er hat ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, Rüden beanspruchen grne die Rudelführung für sich und können recht dominant sein. Generell lebt der Cattledog seine Emotionen stärker aus, wie andere Hunderassen.
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Der Australian Cattle-Dog ist ein ausserordentlich aufmerksamer, arbeitsfreudiger und intelligenter Hund. Seine Energie ist nahezu unerschöpflich und hat eine hohe Lebenserwartung.

Er hat sich auf das Greifen von Rindern am Hinterbein spezialisiert (Fersenbeisser, zu Englisch "Heeler"). Der Australian Cattle-Dog ist sehr bewegungsfreudig und eignet sich daher für Agility, den Schutzhundesport, die Rettungshundearbeit, als Reitbegleithunde, als Fährtenhunde, als Therapiehunde und natürlich als Treibhunde. Am liebsten ist er den ganzen Tag bei seinem Chef!

 

Australian Shepherd

Mo - Australien ShepherdDer Australian Shepherd, von Fans liebevoll Aussie genannt, ist ein mittelgroßer Hütehund nordamerikanischen Ursprungs. Er zeichnet sich vor allem durch seine Intelligenz, seine hohe Anpassungsfähigkeit und Fixierung auf den Menschen aus, die ihm einen hervorragenden Ruf als Hütehund für Rinder, Enten und natürlich Schafe eingebracht hat. Die Fähigkeit zu Hüten ist ihm dabei angeboren und muss nur noch in die rechte Bahn gelenkt werden.

Obwohl er als Hütehund allem Fremden zuerst misstrauisch gegenüber steht, kann er sich auch perfekt in eine Hausgemeinschaft integrieren und ist dort ein durchweg angenehmer Mitbewohner.
Der Australian Shepherd ist vor allem in der Western-Szene bekannt und ein beliebter weil verträglicher und loyaler Reitbegleithund. Darüberhinaus ist ein sehr intelligenter und aktiver Hund und braucht deshalb möglichst täglich sowohl physisch als auch mental anspruchsvolle Aufgaben. Er eignet sich daher für viele verschiedene Hundesportarten wie Agility, Flyball oder Obedience aber auch als Rettungshund oder Therapiehund.

Äußerlich fällt der Aussie meist durch sein sehr vielfältiges und sehr individuelles Erscheinungsbild auf. Er sollte aber auf keinen Fall als „Modehund“ angesehen oder gar angeschafft werden, sondern ist vorrangig ein Hund der zum Arbeiten gezüchtet wurde.

Matt - Australian ShepherdMag seine Intelligenz noch so verblüffende Lernerfolge erlauben so ist sie zugleich eine Falle für denjenigen Besitzer der sie nicht fordert. Dann entdeckt der Besitzer unter Umständen die „destruktive Kreativität“ und/oder übertriebene Dominanz seines Hundes was leider viel zu oft dazu führt das (auch andere Hunde) als „Problemhunde“ gelten und in Heime „abgeschoben“ werden.

Man sollte sich also vor dem Kauf eines Aussies genau überlegen was für einen Hund man sucht und ob man dem Aussie wirklich gerecht werden kann. Wie bei jedem anderen Hund ist der frühe soziale Kontakt zu Menschen und Tieren eminent wichtig für das spätere Wesen des Hundes. Macht man schon seinen Welpen langsam mit seiner Umwelt bekannt so wird sich auch der erwachsene Hund in dieser Umwelt sicher bewegen und wird zum allseits gerne gesehenem Gast. Hat der Aussie seinen seinen Besitzer einmal als Rudelführer akzeptiert wird er alles daran setzen es seinem Menschen immer Recht zu machen.

Das Fell eines Aussies ist mittellang und ausgesprochen pflegeleicht & witterungsfest. Bei manchen Aussies ist die Unterwolle im Fell sehr ausgeprägt. Deshalb sollten sie mindestens 1-2 mal pro Woche gebürstet werden. Kein Aussie gleicht einem anderem - durch die verschiedenen Farben und Abzeichen ist jeder Hund ein Unikat.

Der Rassestandard erlaubt folgende Farben:

Black
Blue Merle
Red
Red Merle

Jasper - Australien ShepherdAlle Farben dürfen weiße und / oder kupferfarbene Abzeichen haben, müssen es aber nicht. Der Bereich um Augen & Ohren herum darf nicht von weiss dominiert werden. Sowohl weiße Abzeichen am Rumpf als auch halb oder ganz weisse Köpfe entsprechen nicht dem Rassestandard.

Merle x Merle Anpaarungen können zu schweren genetischen Defekten führen und sind daher in Deutschland verboten.

Ein weiteres Merkmal der Aussies ist die natürlich angeborene Kurzschwänzigkeit, d.h. die Hunde haben entweder überhaupt keine Rute oder nur eine kurze Stummelrute. Die laut US-Rassestandard kupierten ( docked ) oder mit natürlicher Stummelrute (nbt = natural bobtai ) vorkommenden Hunde, werden deshalb in Zukunft mit verschiedensten Rutenlängen zu sehen sein. Seit dem 01.06.98 ist in Deuschland auch das Kupieren der Ruten laut Tierschutzgesetz verboten. Seit Anfang 2002 gibt es in Deutschland auch ein Ausstellungsverbot für Hunde die nach dem 01.06.1998 kupiert wurden. Dies alles erklärt warum man in den letzten Jahren vermehrt Aussies mit langen Ruten sieht.

Erlaubte Augenfarben sind:

Brown: ( bernstein - dunkelbraun )
vorwiegend bei black & blue merle

Scrappy - Australien ShepherdAmber: ( gelb - grün - bernstein )
vorwiegend bei red & red merle

Blue: ( wasser bis himmelblau )
vorwiegend bei blue und red merle selten bei black & red

Auch Kombinationen der oben aufgeführten Farben sind nicht ungewöhnlich. Man nennt das dann flecked oder marbled eyes.

Pigmentierung:

Nasen, Augenlider und Lippen müssen entsprechend der Fellfarbe pigmentiert sein, das bedeutet:

black & blue merle = schwarze Pigmentierung
red & red merle = leberfarbene ( braune ) Pigmentierung

Körpergröße:

Hündinnen zwischen 46 und 53 cm
Rüden zwischen 51 und 58 cm

Gebiss:

Der Aussie muss ein vollständiges Scherengebiss mit gesunden weissen Zähnen aufweisen.

May Be - Australien ShepherdDie Lebenserwartung des Aussies ist sehr hoch (15 Jahre ist keine Seltenheit) und er ist bekannt dafür, ein robuster und widerstandsfähiger Hund zu sein.

Alle die sich für einen Aussie interessieren, jedoch noch nie vorher einen Hund (Hütehund) hatten, müssen sich über die Verantwortung klar werden, die sie beim Kauf eines Aussies übernehmen. Der Aussie ist alles andere als ein Schosshund oder eine "Couch Potatoe". Informieren Sie sich bitte ausführlich bei seriösen Züchtern und Aussiebesitzern um ganz sicher zu sein das Sie den Anforderungen, die ein Aussie an Sie stellt, gerecht werden zu können.

Diese Rasse wurde erst 1996 von der internationalen kynologischen Vereinigung FCI anerkannt und wird somit auch hierzulande immer populärer.

 
 
 
 
 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
         
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