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| PFERDEZAHNGESUNDHEIT UND PFERDEZAHNBEHANDLUNG | ||||
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Vorsorge und vorbeugende Untersuchungen
Wann sollte
die Zahnbetreuung beginnen? Wie oft sollte
ihr Pferd kontrolliert werden? Danach genügt bei normalem Gebiss eine jährliche, bei Abnormitäten aber weitere halbjährliche Kontrollen. Wenn man vor hat zu züchten, sollte die Kontrolle am besten vor dem Decken stattfinden, da eine evtl. notwendige Sedation dann weniger belastend ist und die Stute mit optimaler Futterauswertung in die Trächtigkeit gehen kann. Voraussetzung ist auch eine wirksame Tetanusimpfung! So natürlich wie möglich, d.h. Gras, Heu und Stroh. Als Kraftfutter ist Hafer am besten verwertbar, nach Untersuchungen aus Hannover, die Schale von Gerste ist schon zu hart und unterscheidet sich in der Verdaulichkeit kaum vom Mais. Mais wird in den USA gefüttert, weil er dort am meisten angebaut wird. Pferde, die ausschließlich mit Maiskörnern als Kraftfutter gefüttert wurden, haben mit 20 Jahren ihren ältesten Zahn, das ist der erste Molare abgerieben. Abgesehen davon wird die Maisstärke vom Pferd nicht so gut verwertet, es gelangt in den Dickdarm und kann dort Geschwüre verursachen!
Wenn das
nicht hilft: Beim alten Pferd ist nicht nur die Kaukapazität eingeschränkt, sondern auch die Speichelsekretion, Magensäure und Bauchspeicheldrüsenaktivität können verringert sein. Deshalb: Heucops immer frisch einweichen! Im Winter als zusätzlicher Energieträger ist Pflanzenöl bis zu 300 ml/Tag möglich langsam angewöhnen. Evtl. das Wasser lauwarm aus einem Eimer anbieten. Anders als Junge Pferde, brauchen alte Pferde weniger Calcium, dafür aber mehr Eiweiß und Phosphat (Ca:P kleiner als 2:1) sowie Vitamin A, E und C. Der tägliche Bedarf bei einem 500 kg schweren Pferd:
Der Eiweißanteil im Futter kann auf 14 % ansteigen, dabei sind Mais (aufbereitet und erhitzt), Hirse und Lein bessere Proteinlieferanten für alte Pferde als Hafer und Trockenschnitzel. Im allgemeinen kommt man aber mit geringeren Mengen an Heucobs und Pettets aus als oben angegeben, vor allem wenn die Pferde auch noch Heu und Stroh knabbern, was man auf jeden Fall wegen der Beschäftigung anbieten sollte, auch wenn sie sich damit nicht mehr satt fressen können. Wasser muss Pferden jederzeit zugänglich sein, sonst ist das Kolikrisiko und das Risiko einer Schlundverstopfung erhöht! Um Futteransammlungen in der Maulhöhle zu vermeiden, sollte diese regelmäßig mit Wasser ausgespült werden. Bei plötzlichem Temperaturabfall oder nasskaltem Wetter brauchen magere Pferde eine Decke. Ohne isolierende Fettschicht verbraucht der Erhalt der Körperkerntemperatur durch Muskelzittern oder Bewegung zuviel Energie. © Texte u. Bilder mit freundlicher Genehmigung von Angela Cavazzini, Pferdedentalpraktikerin nach IGFP und Tierheilpraktikerin
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