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Hufbeinfraktur
Häufige
Ursachen:
- Anschlagen
beim Springen
- Plötzliches
Fallenlassen beim Aufheben
- Landen
auf großen Steinen
- Tritte,
Nageltritte (!)
- Gelegentlich
kommt es nach Nervenschnitt zu pathologischen Frakturen infolge Überbelastung,
die das Pferd nicht spürt.
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Hufbeinfraktur
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Sagittalfraktur
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Hufbeinastfraktur
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Sohlenrandfraktur
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Fraktur des verknöcherten Hufknorpels
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Querfraktur
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Gelenkrandfraktur
-
Fraktur der Hufbeinkappe
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Symptome:
- Diese
hängen zum Teil von Lage, Breite und Tiefe des Risses ab (Fraktur
oder Fissur, Gelenkbeteiligung, Vollständigkeit der Durchtrennung).
- Lahmheit:
Zunächst meist hochgradig. Nach 4 - 6 Tagen, wenn der (Blut-) Erguß
abklingt, bei sachgerechter Behandlung Besserung. Nach ca 8 - 10 Tagen
belastet das Pferd im Stand wieder voll, aber der Huf bleibt sehr stoßempfindlich.
- Starke
Pulsation der Fußarterie
- Huf sehr
warm
- Perkussion:
Meist am ganzen Huf schmerzhaft. Dagegen ist mit der Hufzange bei vorsichtigen
Drücken der Schmerz oft genauer zu lokalisieren.
- Rotationsempfindlichkeit,
v.a.bei Gelenkbeteiligung
- Kronrandschwellung,
manchmal bei Gelenkbeteiligung
- Die genaue
Diagnose, vor allem die Abgrenzung gegenüber Frakturen von Strahl-
und Kronbein, erfolgt durch die Röntgenuntersuchung.
Heilungsaussichten:
- Sehr unterschiedlich.
Werden schlechter in folgender Reihe:
- Einfache
Fissur - Hufbeinastfraktur - Sagittalfraktur (= Fraktur längs durch
die Hufbeinmitte mit Gelenkbeteiligung) - Mehrfachfraktur - Offene Fraktur
Behandlung:
- Kalte
Huf- und Röhrbeinverbände für drei Tage und Boxenruhe,
sehr weiche Einstreu
- Nach ca
5 Tagen Beschlag mit geschlossenem Eisen. Ausnahmsweise wird hier bis
über die Mitte nach hinten genagelt, um den Hufmechanismus auszuschalten.
- Besonders
wichtig: Das Pferd darf nicht zwischendurch zur Kontrolle auf hartem
Boden vorgetrabt werden!
- ca 6 (!)
Monate Boxenruhe
Vor allem
Letzteres ist natürlich für das Pferd schlimm. Darüber
hinaus kommt es auch bei sorgfältigster Haltung und Fütterung
leicht zu Komplikationen wie Lungenerkrankungen, Kolik, Verschlag, Belastungsrehe
auf dem anderen Huf etc. Es muß daher genau abgewogen werden, ob
eine Behandlung sinnvoll ist, nicht zuletzt auch aus tierschützerischer
Sicht. Bei alten Pferden beispielsweise heilen Hufbeinfrakturen besonders
schlecht; zusätzlich können sie das lange Stehen nur schwer
vertragen.
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Strahlbeinfraktur
Merke:
Diese Fraktur
tritt oft zusammen mit einem Riß der tiefen Beugesehne in Höhe
des Strahlbeins auf.
Ursachen:
Durch Verletzung
oder Überbelastung, hauptsächlich:
- Nageltritt
(extremes Pech, kommt aber vor)
- Springen
- Ruckartige
Belastungswechsel (z. B. Polo!)
- Fehltritte
(Durchtreten!)
- Auch diese
Fraktur wird durch Erschöpfung wahrscheinlicher, wenn die Muskulatur
nicht mehr federt. Am gefährlichsten ist, wenn ein übermüdetes
Pferd vom Reiter nicht gefördert wird (Beispiel: die meisten Ermüdungsbrüche
bei Hürdenrennen passieren zwischen dem vorletzten und letzten
Sprung - warum?)
Krankhafte
(pathologische) Fraktur:
- Der Knochen
ist vorgeschädigt und hält bereits normale Belastung nicht
mehr aus. Knochenschädigung hauptsächlich infolge:
- Knochenauflösung
bei Chronischer Hufrollenentzündung (Podotrochlose)
- Nach Nervenschnitt
aus verschiedenen Ursachen: Das Pferd spürt eine Überlastung
nicht, dadurch höherer Verschleiß.
- Entzündung
des Strahlbeinknochens nach Nageltritt. Diese Entzündung kann auch
aus äußeren Hufregionen übergreifen.
Symptome:
- Lahmheit,
meist mittel- bis hochgradig. Es handelt sich um eine gemischte Lahmheit.
- Das Pferd
vermeidet die Streckung der Zehengelenke, also Durchtreten bzw. volle
Belastung
- Sehr starke
Pulsation der Fußarterie, die rasch eintritt
- Starke
Klopfempfindlichkeit (Perkussion positiv)
- Eventuell
Verdickung der Beugesehne oder sonstige starke Schwellungen in der Ballengrube
und hinten am Fesselbein, also im Beugesehnenbereich.
- Bei Abriß
der tiefen Beugesehne kann das Pferd mit dem Fesselkopf auf den Boden
durchtreten, falls es auffußt.
Behandlung:
- Praktisch
kaum möglich- vergleiche auch die Ursachen.
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Hornspalten
Definition:
- Riß
in der Hufwand, der bis an die Lederhaut reicht. Verläuft i.a.
parallel zur Richtung des Hornwachstums. Selten an der Sohle oder am
Strahl. (Oberflächliche, nicht durchgehende Spalten nennt man Windrisse.)

Kronrandhornspalte
der Vorderwand

durchlaufende
Hornspalte der Seitenwand
Nach dem Ausgangspunkt unterscheidet man
- Tragrandhornspalten
- Kronrandhornspalten
Ursachen:
- Fehlerhafte
Stellungen mit einseitiger Belastung des Hufes
- Tragrand
nicht entsprechend dem Kronrand ausgeschnitten, dadurch ungleichmäßiger
Druck durch die Wand auf den Kronrand und/oder seitwärts gerichtete
Scherkräfte auf die Wand.
- Schlechtsitzende
Eisen (zu eng, zu kurz)
- Dünne
Hornwände
- Schlechte
Hornsubstanz
- Zwanghuf
mit verformten Trachten
- Bockhuf
mit dünner Vorderwand. Hier entsteht beim Abstemmen des Hufes vom
Boden großer Druck auf den Kronrand.
- Starke
Belastung des Pferdes auf hartem Boden
- Kronentritte
- Falsche
"Hufpflege" wie Verwendung ranziger, angesäuerter Huffette.
Symptome:
Spalten oft
nur schwer erkennbar. In frischen Fällen teilweise Blut an den Rändern.
Bei älteren Hornspalten können sich die Ränder überlagern,
wodurch sie schwerer sichtbar sind.
je nach Ursache teilweise Lahmheit
Behandlung:
- Ursache
abstellen! Dazu gehört auch Ausheilung von Kronentritten, da sonst
an dieser Stelle kein gesundes Horn nachwächst. Der Huf muß
regelrecht ausgeschnitten werden. Auf Elastizität des Kronsaums
muß stets besonderer Wert gelegt werden (Lorbeeröl).
- Hornspalten
müssen durch neugebildetes Horn herauswachsen, da die Ränder
ja nicht mehr zusammenwachsen können!
- Das weitere
Ausreißen vorhandener Spalten verhindern:
- Durch
Querrinnen am Ende des Spaltes (gern gemacht, aber nicht sehr wirksam)
- Im Bereich
des Spaltes Tragrand kürzen, um den Druck zu verringern.
- Bei Beschlag
Aufzüge rechts und links der Spalten
- Fixation
der Spaltränder durch Kunststoffmatten, die mit der Hornwand verschraubt
oder verklebt werden.
Bei Hornspalten
besteht immer die Gefahr der Lederhautentzündung!
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Hornkluft
Die Hornkluft
ist ein Defekt in der Hornwand, quer zum Verlauf der Hornröhrchen.

Hornkluft
Ursachen:
- Kronentritt.
Ein defekter Hornteil wächst nach unten. Meist entsteht dabei allerdings
keine Hornkluft, sondern ein Hornspalt.
- Direkte
Verletzung des Wandhorns
Symptome:
- Leicht
zu erkennen
- Lahmheit
nur bei Defekten, die bis zur Lederhaut reichen. Diese können äußerst
schmerzhaft sein. Außerdem besteht die Gefahr der Infektion der
Lederhaut mit eitriger Entzündung
- Bei größeren
Defekten kann es zu einem Vorfall der Lederhaut kommen. Wenn die Ränder
um die Hornkluft stark drücken, können Teile der Lederhaut
absterben (Nekrose).
Behandlung:
- Loses
Randhorn ist ebenso wie abgestorbene Lederhaut zu entfernen. Die Hornränder
müssen auf glatten Anschluß an die gesunde Lederhaut zurückgeschnitten
werden,
- Desinfizierende
Hufverbände für zwei Tage reinigen die Wunde.
- Anschließend
wird der Defekt mit Hufkitt aufgefüllt.
- Der Defekt
muß nach unten herauswachsen.
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© by
BESW Hufakademie mit freundlicher Erlaubnis
von Dr. Alexander Wurthmann
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